Apps ohne externen Server

Was ohne Backend möglich ist

Ein verbreitetes Missverständnis: „Eine App braucht immer einen eigenen Server." Stimmt nicht. Viele Apps kommen ganz ohne Backend aus – Shopware führt alles selbst aus.

Was ohne Backend geht

Ohne einen einzigen externen Serveraufruf lassen sich umsetzen:

  • Themes (Storefront-Gestaltung als Theme-App)
  • Konfiguration – eine Einstellungs-Oberfläche in der Administration
  • Snippets – eigene Übersetzungen und Texte
  • Eigene Entities – zusätzliche Datenstrukturen über das Manifest
  • Administration erweitern – Module per Admin Extension SDK
  • Serverlogik – über App Scripts (nächstes Kapitel)

Aus der Doku wörtlich: „No app backend is required to see a module in the Administration." Ein Admin-Modul ist also ohne Backend sichtbar.

Warum das praktisch ist

  • Kein Betrieb: kein Server, kein Hosting, kein Deployment für die App-Logik.
  • Cloud-tauglich: läuft in der SaaS-Umgebung genauso wie self-hosted.
  • Einfacher Einstieg: ideal, um App-Konzepte kennenzulernen, bevor es an Webhooks geht.

Wann doch ein Server nötig ist

Ein eigener Server wird erst gebraucht, wenn die App aktiv auf Ereignisse reagieren oder externe Systeme anbinden soll – also für Webhooks, komplexe Geschäftslogik oder Kommunikation mit einer Fremd-API. Dann kommt der Registrierungs-Handshake aus dem vorigen Kapitel ins Spiel.

Die Grenze im Blick

Auch ohne Server bleibt die App eine App: kein eigener PHP-Code im Core, keine eigenen Services. Für Serverlogik innerhalb dieser Grenzen gibt es App Scripts – server-seitiges Twig, das Shopware selbst ausführt.

Kurz: Theme, Konfiguration, Snippets, Entities und Admin-Erweiterungen brauchen kein Backend. Ein eigener Server lohnt erst für Webhooks und echte externe Integration.